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Traurige Gewissheit: keine Michaelis-Kirchweih und kein „Herbstvergnügen“

Es ist eine Absage, die zu erwarten war: Nachdem die Stadt Fürth bereits Ende Juli die Planungen für den Erntedankfestzug eingestellt hatte, folgt nun das offizielle Aus für die Michaelis-Kirchweih, die in diesem Jahr vom 2. bis 17. Oktober in einer verlängerten Ausgabe stattfinden sollte.

Doch für alle Kärwa-Fans gibt es jetzt eine weitere traurige Nachricht: Auch das „Herbstvergnügen“, das im vergangenen Jahr an 16 Tagen mit Fahrgeschäften und Imbisständen an mehreren Plätzen in der Innenstadt zumindest für etwas Kirchweih-Gefühl sorgte und den Schaustellerbetrieben eine Einnahmemöglichkeit bot, ist für dieses Jahr alternativlos gestrichen.

Denn entsprechend den aktuell gültigen Infektionsschutzregeln ist – anders als im vergangenen Jahr – das „Herbstvergnügen“ als Ersatzveranstaltung nicht durchführbar. Die hierfür vom Marktamt eigens entwickelten Schutz- und Hygienekonzepte wurden geprüft, eine Umsetzung ist jedoch aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr noch strengeren Regeln und umfangreicheren Einschränkungen im Innenstadtbereich nicht möglich. So hätten unter anderem die vorgesehenen Veranstaltungsflächen umzäunt und die Kontaktdaten der maximal 550 erlaubten Besucherinnen und Besucher erfasst werden müssen. Angesichts der Auflagen und den niedrigen Umsatzchancen für die Schausteller sei eine derartige Ersatzveranstaltung wirtschaftlich nicht vertretbar, heißt es im Marktamt.

Die Entscheidung, die im Einvernehmen mit den Schaustellerverbänden getroffen wurde, bedauert auch Kärwareferent Horst Müller: „Aufgrund der moderaten Inzidenzzahlen und der stetig steigenden Impfquote waren wir eigentlich sehr zuversichtlich, dass zumindest wieder ein Herbstvergnügen in diesem Jahr stattfinden kann.“ Dass die Regeln trotz insgesamt besserer Rahmenbedingungen noch strenger sind, ist für Müller nicht nachvollziehbar.

Die traditionelle Michaelis-Kirchweih, mit bis zu zwei Millionen Besuchern eine der besucherstärksten Veranstaltungen und größte Straßenkirchweih Deutschlands abzusagen, ist leider unumgänglich. Aber jegliche vernünftige Ersatzveranstaltung faktisch ebenfalls zu untersagen, ist zum einen für die Bevölkerung sehr traurig und zum anderen für die Schausteller existenzbedrohend, so Wirtschafts- und Kirchweihreferent Müller.

 

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