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Glühbirnenglanz und rauchende Schlote – Nürnbergs 1920er - Nürnberg

Beginn:
20.11.2022, 19:30 Uhr
Ende:
-
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Achtung: auch wenn es sich um ein „Stationentheater“ handelt, bei dem die Zuschauer*innen mitwandern, gibt es Sitzmöglichkeiten, denn jede*r Besucher*in erhält einen Klappstuhl, der von Station zu Station mitgenommen wird

Das Museum Industriekultur bietet die perfekte Kulisse für dieses Stationentheater: Fränkische Brautradition, florierender Hopfenhandel, die blühende Fahrrad- und Spielzeugindustrie. Noble Villen der reichen Geschäftsleute, Freizeitvergnügen in der Altstadt, eine Schänke neben der anderen. Die Amüsiermeile in der Luitpoldstraße lädt ein mit Varietés, Tanzlokalen und Kinos, die Elektrifizierung macht die Nacht zum Tag. Im Gegensatz dazu das Elend der Arbeiter, Aufstände und Streiks, verpestete Luft, beengte Wohnverhältnisse. Die junge Generation im Aufbruch, Emanzipation und Frauenwahlrecht, Autos und Straßenbahn, das Leben wird schneller.

Wie lebte es sich damals, in dieser Zeit zwischen den Weltkriegen, was waren die Alltagsnöte, zeigte sich eine Verbesserung der Lebensbedingungen für die breite Bevölkerung? Der erste Urlaub, Freizeit im Freibad, Kinos, erschwinglich für alle und Heirat aus Liebe. Hatte eine junge Frau jetzt freien Zugang zu Bildung, durfte arbeiten und sich tatsächlich selbst für eine Ehe – oder auch nicht – entscheiden? Anhand von Einzelschicksalen tauchen wir ein in eine spannende Geschichte, in der junge Menschen für ihre persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung kämpfen. Doch die Generation der Eltern hat noch andere Werte, die politischen Verhältnisse sind explosiv und das Gefälle zwischen den wohlhabenden Fabrikanten und der großen Arbeiterschaft in Nürnberg ist immens. Wird es ein glückliches Ende geben für das sich liebende junge Paar, zwischen politischem Kampf, Emanzipationswillen und dem gesellschaftlichen Gefälle? Neben diesem packenden Drama wird Dr. Alexander Schmidt die Fakten liefern, um viel Wissen über die Nürnberger Stadtgeschichte, ihre Protagonist*innen, die Hintergründe und Zusammenhänge der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung während der Weimarer Republik zu vermitteln. Für einen äußerst unterhaltsamen Abend garantiert das Ensemble des Theaters rote Bühne, welches Tanz, Gesang, Komik und den burlesquen (fast-) Nackttanz von Sweet Chili mit im Gepäck hat.

Besetzung: Julia Kempken, Maria Kempken, Stefan Rieger, Franziska Baumann, Janko Danailow, Alexander Schmidt, Sweet Chili, Alexander Waldherr, Lucy Stein
Regie: Marco Steeger
Autor*innen: Julia Kempken, Dr. Alexander Schmidt
Musik: Marcus "Max" Stadler

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