Sie befinden Sich hier:

Weihnachtskarten gegen Hungersnot im Jemen - LandsAid Striezi

10.000 Euro verwendet LandsAid e.V. ab sofort, um Kinder und Familien in Sanaa mit Lebensmittel zu versorgen. Das reicht jedoch bei Weitem nicht aus, weshalb ab heute jeder Mensch mit dem Kauf einer Striezi-Weihnachtskarte helfen kann. Laut jüngster Meldung der UN erwartet das Land die größte Hungersnot, die die Welt seit vielen Jahrzehnten gesehen hat. Millionen Tote werden erwartet. Die Aktion soll einen kleinen Teil dazu beitragen, das zu verhindern.

„Wir können nicht einfach zusehen, wie die Menschen in diesem Land an Cholera und Hunger sterben, während wir uns auf die Weihnachtszeit vorbereiten. Deshalb unterstützen wir die Arbeit von LandsAid im Jemen. Jede Grußkarte, die dem Empfänger Freude bringt, wird zugleich dazu beitragen, das Leid der Familien im Jemen zu lindern“, erklärt Angelika Kretschmann, Geschäftsführerin des Grußkarten-Verlags.

Die Aktion läuft bis Ende des Jahres und die gesammelte Summe geht vollständig an LandsAid e.V. Der Verein mit Sitz in Kaufering hat bereits die Arbeit im Jemen mit einem einheimischen Partner aufgenommen. „Der Krieg verhindert derzeit eine ständige Präsenz unserer ehrenamtlichen Helfer vor Ort, weshalb wir mit einer einheimischen Organisation zusammenarbeiten. Sie verteilen ehrenamtlich alle Hilfsgüter für uns in Sanaa und Umgebung. Hier fallen noch immer Bomben, weshalb die Hilfe schwierig ist. Aber unser Partner geht jeden Tag erneut zu den Familien, die noch in der Stadt leben oder Zuflucht in den Flüchtlingslagern in der Umgebung gefunden haben“, erklärt Hans Musswessels, Vorsitzender LandsAid e.V.

Derzeit stattet LandsAid Familien in den gefährdeten Gebieten mit Hygienesets aus, damit eine Ansteckung mit dem gefährlichen Bakterium verhindert wird. Diese Hilfe ist nun um Lebensmittellieferungen ausgeweitet worden, da vor allem unterernährte Kinder und Alte der Cholera zum Opfer fallen. Für diese Ausweitung der Hilfe wird dringend mehr Geld benötigt. „Das Engagement von Frau Kretschmann und Frau Huber wird uns hier wirklich helfen. Wir sind wirklich sehr glücklich darüber, dass sich beide mit ihren Karten für die Familien im Jemen einsetzen“, ergänzte Musswessels.

Die zur Jahreszeit passenden Weihnachtskarten und andere ausgewählte Motive werden mit einem geringfügigen Aufschlag auf striezi.com angeboten die dem Projekt zugutekommen. Wer LandsAid direkt unterstützen möchte, kann sich unter www.landsaid.org informieren.

Hintergrundinformation zur humanitären Katastrophe im Jemen
Seit 2015 befindet sich das Land in einem Krieg. Die Huthis beanspruchten seit 2004 mehr Macht im Jemen. Sie sind eine schiitische Gruppierung, die sich gegen die jemenitische Regierung unter Abed Rabbo Mansur Hadi auflehnte. Seit 2015 erkämpften sie sich die ehemalige Hauptstadt Sanaa und 9 von 21 Provinzen des Landes. Hadi musste fliehen und ernannte die Hafenstadt Aden zur neuen Hauptstadt. Als auch dort die Huthi – Milizen angriffen, floh Hadi nach Saudi-Arabien. Unter der Führung Saudi-Arabiens bildete sich 2015 eine Allianz, die nun gegen die Huthis Krieg führte. Sie stationierte Truppen in Aden und führt seitdem von dort aus vor allem Luftangriffe auf Huthi-Stellungen. Besonders intensiv wurde hierbei auch Sanaa bombardiert. Ziel sei vor allem die Vernichtung möglicher ballistischer Raketen, mit dem die Huthis Städte in Saudi-Arabien angreifen sollen.

Der Erfolg einer solchen Maßnahme wird jedoch von vielen Institutionen und Organisationen bezweifelt. Stattdessen wird jedoch massiv die Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen. Viele Krankenhäuser wurden beispielsweise Opfer der Luftangriffe. 10.000 Zivilisten starben durch den Konflikt. Noch mehr Opfer wird jedoch die Blockade der Allianz fordern. Lebensmittel, Hilfsgüter oder auch Benzin können nur bedingt bis überhaupt nicht in das Landesinnere geliefert werden.

Die Huthis haben zudem keine finanziellen Mittel, um die Infrastruktur des Landes aufrecht zu halten. Es gibt kaum ärztliche Versorgung, der Müll liegt auf den Straßen und verunreinigt das Trinkwasser, Lebensmittel werden immer knapper und all das führte zu einer Cholera-Epidemie, die tausende Opfer schon gefordert hat. Vor allem unterernährte Kinder, Kranke und Alte sterben vermehrt an Cholera.

Die Grenzen im Konflikt zwischen den Huthis und der Allianz unter Saudi Arabien bewegen sich derzeit kaum. Die Allianz hält Sanaa und die Gebiete der Huthis weiter im Würgegriff, um eine Einflussnahme des Irans im Jemen zu verhindern. Das Land ist völlig destabilisiert und internationale Hilfe ist nur bedingt möglich. Es muss schnell eine Lösung gefunden werden. Nur ein Waffenstillstand und eine Öffnung des Landes für die Hilfe kann die Menschen noch retten. Je länger der Konflikt militärisch andauert, desto größer wird das Ausmaß der Katastrophe werden.

 

Bilder

Weihnachtskartenaktion 2017 Spenden LandsAid Striezi
Weitere Nachrichten aus den Themenbereichen
Unternehmen
Diese Nachricht...
Soziale Netzwerke
Facebook   Twitter   MeinVZ
Version