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"Warum bleibt mir die Tankstelle, als wäre sie von Michelangelo?" Martin Gensbaur - Malerei - München

Beginn:
12.09.2016, 19:00 Uhr
Ende:
01.12.2016, 17:00 Uhr

In den Monaten September bis Anfang Dezember dieses Jahres werden Bilder von italienischen Tankstellen und Peitschenlampen Einzug in die Räume der katholischen Akademie in Bayern halten. Die in diesem Rahmen ungewohnten Motive gehören heute nicht nur in der Stadt Follonica in der südlichen Toskana, wo die Exponate dieser Ausstellung entstanden sind, zum Alltag. Jeder kommt täglich an solchen Orten vorbei, nicht nur in Italien. Die augenfällige inhaltliche Banalität der Bildgegenstände steht im Kontrast zu dem klassischen Bildmedium der Ölmalerei. Vielleicht ist das der Grund, warum die Arbeiten des Dießener Malers Martin Gensbaur, der sich seit Jahren mit der Thematik befasst, den Betrachter irritieren.

Der Titel der Ausstellung zitiert eine Zeile aus einem Gedicht Martin Walsers. Der Schriftsteller fragt darin, woher sein „Heimweh“ nach Amerika kommt. Er spricht von einer „sich überschätzenden Bildungskultur“ in Europa und schließt mit den Worten: „Könnte mein Heimweh nach Amerika ein Heimweh sein nach der Zukunft?“ Über vier Jahrzehnte nachdem Walser das formulierte, erinnert ausgerechnet die Heimat Michelangelos nicht selten an Amerika. Die Gemälde zeigen moderne „Nichtorte“, leere Plätze, Verkehrsinseln in der Mittagshitze und vor allem Tankstellen. Nichts Besonderes, sollte man meinen. Und doch könnten manche der vor Ort entstandenen Ölbilder aus dem italienischen Alltag von heute nicht nur dem Maler selbst im Gedächtnis bleiben, als wären sie von Michelangelo.

Der Künstler und seine Frau, die Kunsthistorikerin Dr. Ulrike Gensbaur sind die Initiatoren des Dießener Kunstfensters und Herausgeber einer Schriftenreihe zu Fragen zeitgenössischer Kunst und Fotografie. Für das Jahr 2017 ist die vierte Ausgabe mit dem Thema „Warum bleibt mir die Tankstelle, als wäre sie von Michelangelo?“ im Münchner Kunstverlag scaneg in Vorbereitung (ISBN 978-3-89235-244-0). Die Ausstellung wird am 12. September um 19 Uhr von Akademiedirektor Dr. Florian Schuller eröffnet. Zu den Bildern spricht mit dem Künstler Prof. Dr. Thomas Raff, dem die Anregung zu dieser Veranstaltung der Akademie zu verdanken ist.

 

Ausstellung 13.09.2016 bis 01.12.2016, täglich von 09 bis 17 Uhr, Eintritt frei

Eintritt
frei

Veranstalter/Kontakt
katholische Akademie in Bayern, Mandlstraße 23, 80802, München

Bilder

Banner zur Ausstellung Sept./Dez. 2016

Martin Gensbaur, ENI, Öl/Lwd., 54 x 65 cm, 2016
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